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Sozialkonstruktivismus: Essentialismus im Gewand des Bösen

Der zeitgenössische Genderaktivismus gibt sich als konstruktivistisch aus, um das biologische Geschlecht zu untergraben, schmuggelt aber insgeheim eine unveränderliche innere Essenz ein: „Ich war schon immer eine Frau.“ Das ist ein ideologischer Essentialismus, getarnt als Konstruktivismus. Pubertätsblocker, Mastektomien bei gesunden Mädchen und die Auslöschung der Kategorie „Frau“ beruhen auf diesem Widerspruch.

Was der Konstruktivismus sagt

Der soziale Konstruktionismus besagt, dass Kategorien wie Rasse, Klasse und Geschlechterrolle historisch und kulturell geformt und nicht angeboren sind. Ian Hacking unterschied in The Social Construction of What? (1999) interaktive Kategorien (Menschen verändern sich, indem sie darauf reagieren) von indifferenten (ein Quark ändert sich nicht durch seinen Namen). Eine Rolle ist konstruiert; eine Keimzelle nicht. Die Verwechslung dieser beiden Ebenen liegt dem heutigen Gender-Dogma zugrunde.

Die legitimen Erkenntnisse

Die zweite Welle des Feminismus hat zu Recht gezeigt, dass Geschlechterrollen – Hausfrau, das vermeintlich schwache Geschlecht, Ausschluss aus öffentlichen Ämtern – historisch bedingt sind. Die Rollenerwartungen an Männer und Frauen variieren kulturübergreifend. Dies sind fundierte soziologische Erkenntnisse und keine Freikarte, das biologische Geschlecht zu ignorieren. Siehe auch: Geschlecht versus Gender .

Der Schmuggel: Essentialismus im Gewand des Schmuggels

Der heutige Aktivismus beruft sich auf Anti-Essentialismus, um das biologische Geschlecht unterzuordnen, und fordert zugleich eine angeborene, unveränderliche innere Geschlechtsidentität. „Ich war schon immer eine Frau, schon als Kleinkind“ ist eine rein essentialistische Behauptung, die einer säkularen Seele. Siehe Essentialismus versus Konstruktionismus und metaphysische Behauptung.

Drei Grenzen, die der Aktivismus ignoriert

1. Konstruiert ≠ durch Selbsterklärung veränderbar. Geld ist konstruiert; niemand wird reich, indem er sich für reich erklärt. 2. Nicht alles am Geschlecht ist kulturell; die Biologie spielt mit (Baron-Cohen, Trivers). 3. Die Unterscheidung zwischen Sex und Gender setzt voraus, dass das biologische Geschlecht gerade nicht konstruiert ist; sonst bricht die ganze Theorie zusammen. Kathleen Stock kritisiert in Material Girls (2021) die Theorie, dass jeder Mensch eine innere Geschlechtsidentität habe, die gesellschaftlich schwerer wiegen sollte als das biologische Geschlecht, und unterscheidet vier Bedeutungen des Wortes „Gender“ (Quelle).

Das Ergebnis: eine nicht falsifizierbare Lehre

Eine Theorie, die je nach Situation zwischen Konstruktionismus und Essentialismus wechselt, kann nie widerlegt werden. Wer Geschlechtsrealismus einbringt, bekommt zu hören: Geschlecht wird sozial zugewiesen. Wer Fluidität der Identität anführt, hört: Trans-Sein ist angeboren. Das ist keine Wissenschaft, sondern Dogma — siehe nicht falsifizierbar und Zirkelschluss. Helen Joyce (Trans, 2021) argumentiert, dass die Lobbyarbeit von Trans-Aktivisten dafür sorgte, dass die Geschlechtsidentität in der Politik an die Stelle des biologischen Geschlechts treten konnte (Quelle).

Der Schaden

Auf dieser Doktrin beruhen Pubertätsblocker bei Kindern und die rechtliche Selbstbestimmung des Geschlechts, mit Folgen für Recht, Sport, Schutzräume und Gefängnisse. Im Vorwort ihres Abschlussberichts schreibt Hilary Cass, dass es nur wenige andere Bereiche des Gesundheitswesens gibt, in denen Fachleute solche Angst haben, offen ihre Meinung zu äußern (Quelle). Kathleen Stock gab am 28. Oktober 2021 ihren Weggang von der University of Sussex bekannt, nach einer Kontroverse über ihre Ansichten zu Transrechten (Quelle). Der Cass Review (2024) nennt die Versorgung junger Menschen mit Geschlechtsdysphorie „an area of remarkably weak evidence“ (Quelle). Siehe auch Detransitionsforschung.

Häufig gestellte Fragen

Quellen

  1. Hacking, I. (1999). Die soziale Konstruktion von was? Harvard University Press.
  2. Stock, K. (2021). Material Girls . Fleet.
  3. Joyce, H. (2021). Übersetzung: Wenn Ideologie auf Realität trifft . Oneworld.
  4. Lawford-Smith, H. (2022). Genderkritischer Feminismus . Oxford University Press.
  5. Cass, H. (2024). Unabhängige Überprüfung – Abschlussbericht . NHS England.

Siehe auch